Totale Mondfinsternis

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Aufnahmeoptik   

90 mm MC-Teleskop

Brennweite

1000 mm

Blende

11

Belichtungszeit

1 Sekunde

Film

Fujichrome 100

Filter

---

Vergrößerung

1 x

Entwicklung

E 6 Prozess, 6Min./38°

Neben der Sonne ist der Erdmond der wohl am meisten beeindruckende Himmelskörper und zudem  mit etwa 384.400 km Entfernung der uns nächste. Da er sich jedoch nicht auf einer Kreisbahn, sondern auf einer elliptischen Bahn um die Erde herum bewegt, ändert sich dadurch auch sein Erdabstand zwischen 356.410 km und 406.740 km. Die synodische Umlaufzeit d.h. die Zeit zwischen zwei Neumonden beträgt etwa 29,5 Tage. Da er sich in dieser Zeit nur einmal um sich selbst dreht, wendet er uns immer die gleiche Seite zu. Wegen der Libration sowohl in Länge als auch  Breite kann man deshalb mit etwa 59% mehr von der Mondoberfläche erkennen, d.h. man sieht gewissermaßen um beide Horizonte, aber auch um beide Pole herum ein kleines Stück auf die Rückseite. Ursachen für die Librationen sind einerseits die unterschiedliche Umlaufgeschwindigkeit des Mondes (in erdnächster Entfernung ist sie höher als in erdfernstem Abstand), andererseits steht seine Rotationsachse nicht senkrecht auf der Umlaufebene.

Wie auch alle anderen Himmelskörper in unserem Sonnensystem wird der Mond von der Sonne beschienen, wir sehen deshalb auch nur den beleuchteten Teil. Abhängig von den jeweiligen Positionen Sonne - Erde - Mond erscheint er uns als Sichel, als Scheibe oder wir sehen ihn bei Neumond überhaupt nicht.

Wäre die Umlaufebene des Mondes die gleiche wie die der Erde, könnten wir bei jedem Umlauf bei Neumond eine totale Sonnenfinsternis und bei Vollmond eine totale Mondfinsternis erleben. Dass dies nicht der Fall ist, hängt mit der Neigung der Mondbahnebene zur Erdbahnebene zusammen. Der Winkel zwischen beiden beträgt etwa 5°. Das hat also zur Folge, das der Neumond normalerweise ober- oder unterhalb der Sonne steht und sie nicht bedeckt. Analog gilt dies für den Vollmond, der ober- bzw. unterhalb des Erdschattens im Raum läuft und nicht im Schatten verschwindet. Bei den beiden Kreuzungspunkten der Erdbahn- und der Mondbahnebene (den Knoten) oder in unmittelbarer Nähe treten totale bzw. partielle Finsternisse auf (siehe untenstehende Skizze).

 

 

 

Sonnen- und Mondfinsternisse. Nur an den Punkten 1 und 4 kann eine Mondfinsternis entstehen, bei 2 und 3 eine Sonnenfinsternis. An allen anderen Positionen zieht der Mond über oder unter der Ekliptik vorbei. (Entfernungen und Größenverhältnisse sind nicht maßstabsgerecht, der Winkel der Mondbahn zur Ekliptik ist zur Veranschaulichung vergrößert dargestellt.).  Bild- und Text zur Skizze: http://de.wikipedia.org/wiki/Mondfinsternis

 

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Letzte Bearbeitung der Seite: Montag, 27. November 2017 12:54